1.1. Angebot

Angebot beinhaltet die Menge von G√ľtern oder die spezifische Dienstleistung, die angeboten wird. 

Angebote sind empfangsbed√ľrftig. Das bedeutet, dass die Angebote vom Anbotsteller ge√§ndert oder storniert werden k√∂nnen, bis das Angebot die Dispositionssph√§re des Empf√§ngers erreicht. 

Beispiel: Hans will sein Fahrrad f√ľr 100 Euro verkaufen. Er schickt einen Brief an Lena, von der er glaubt, dass sie sich f√ľr das Fahrrad interessieren k√∂nnte. Der Brief landet einige Tage sp√§ter in Lenas Postkasten. Da sie allerdings zu dieser Zeit nicht zu Hause ist, erh√§lt sie den Brief nicht.

In diesem Fall handelt es sich um ein g√ľltiges Angebot, weil sich der Brief, auch wenn Lena ihn noch nicht vorgefunden hat, schon in ihrer Dispositionssph√§re befindet. 

Achtung! Alle Angebote m√ľssen an eine bestimmte Person gerichtet sein. Alles, was nicht pers√∂nlich erfolgt wird nicht als Angebot gewertet. 

So sind beispielsweise Werbungen in Schaufenstern, Rabattcodes im Internet, Flyer oder √§hnliches, keine Angebote.  

Die weiteren zwei Voraussetzungen f√ľr ein g√ľltiges Angebot sind:

¬∑      Inhalt: Warenbezeichnung, Menge und Preis 

¬∑      Bindungsdauer: Wird primar von Anbotsteller bestimmt. Falls der Anbotsteller keine Frist setzt, ist wichtig, ob das Angebot unter Anwesenden oder Abwesenden gestellt wird:

  • Unter Anwesenden: Angebot gilt unverz√ľglich, d.h. die Entscheidung (Annahme) muss w√§hrend des Gespr√§chs getroffen werden
  • Unter Abwesenden: Angebot gilt nach zweimaliger Bef√∂rderungsstrecke (Senden und Zur√ľckssenden) + angemessene √úberlegungsfrist

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